Virtuelle Inbetriebnahme - digitale Zwillinge zur Validierung
In einem von CIMdata veröffentlichten White Paper wird beschrieben, wie die virtuelle Inbetriebnahme Software-Tools mit bereits vorhandener...
Wahrscheinlich haben Sie den Begriff "digitaler Zwilling" schon einmal in Podcasts, Blogs oder Artikeln gehört oder gelesen. Der Begriff hat sich in letzter Zeit im Technologie- und Industriediskurs stark verbreitet, wobei verschiedene Unternehmen die Vorteile ihres "digitalen Zwillings" anpreisen. Jede dieser Versionen des digitalen Zwillings basiert im Allgemeinen auf einem Kernkonzept: der digitale Zwilling ist eine virtuelle Darstellung eines physischen Objekts oder Produkts. Diese virtuelle Darstellung kann Design-, Simulations- oder andere Modelle umfassen, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und verändern, wenn das Produkt, das sie repräsentiert, reift. Mit anderen Worten: Der digitale Zwilling verschmilzt die virtuelle mit der realen Welt und verwischt die Grenzen zwischen Technik- und Prozessdomänen.
Der digitale Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines physischen Objekts oder Produkts.
Doch abgesehen von diesem Kernkonzept gehen die Vorstellungen darüber, was ein digitaler Zwilling ist und was er leisten kann, schnell auseinander, je nachdem, wen man fragt. Handelt es sich um Daten oder um einen Prozessablauf? Handelt es sich nur um eine hochpräzise Darstellung eines Produkts in seinem aktuellen Zustand, oder sollte er auch die Produktleistung oder andere Attribute vorhersagen? Ist es auf das Produkt beschränkt oder sollte es sich über den gesamten Lebenszyklus oder die gesamte Wertschöpfungskette erstrecken? Kann ein Produkt mehrere digitale Zwillinge haben, oder sollte es durch einen einzigen Zwilling repräsentiert werden?
Siemens ist der Ansicht, dass es nur einen digitalen Zwilling eines Produkts gibt, der die zahlreichen Lebenszyklusphasen und die jeweiligen Modelle des tatsächlichen Produktverhaltens umfasst und unterstützt. Dieser umfassende digitale Zwilling hat die folgenden Eigenschaften:
Ein umfassender digitaler Zwilling der komplexen und zunehmend intelligenten Produkte von heute wird alle bereichsübergreifenden Modelle und Daten umfassen, von mechanischem CAD und CAE bis hin zu Softwarecode, Stücklisten, Prozessstücklisten und mehr. Und wie bereits erwähnt, entwickelt sich dieser digitale Zwilling zusammen mit dem Produkt weiter und reift, wenn Funktionen verfeinert, Simulationen abgeschlossen, Testergebnisse gesammelt und Konstruktionsänderungen umgesetzt werden. Der umfassende digitale Zwilling erstreckt sich auch über das Produktdesign hinaus auf die Produktion und das Produkt im Feld. Mit Verbindungen zum Internet der Dinge und cloudbasierten Datenanalysen kann der umfassende digitale Zwilling als Teil eines geschlossenen Feedback-Mechanismus zwischen dem Produktdesign, dem Produktionssystem und dem Produkt im Feld arbeiten. So entsteht ein integriertes System zur Validierung, zum Vergleich und zur Optimierung des Verhaltens zwischen den physischen Anlagen und dem umfassenden digitalen Zwilling.
Da diese integrierte Rückkopplungsschleife Terabytes an Daten aus den vernetzten Produkt- und Fertigungslebenszyklen extrahiert, hilft der umfassende digitale Zwilling bei der Organisation und Wertschöpfung dieser Daten. Dies bringt nicht nur kurzfristige Vorteile, sondern diese Daten bieten auch dauerhafte Vorteile, da die Wiederverwendung dazu beitragen kann, Designbewertungen und Kompromissanalysen zu beschleunigen, was zu schnelleren Entscheidungen führt. Darüber hinaus ermöglicht der umfassende digitale Zwilling Ihrem Unternehmen, Produkte der nächsten Generation schneller und kostengünstiger als je zuvor zu entwerfen, zu bauen und zu optimieren - mit weniger Prototypen, weniger Tests und weniger Abfall bei der Produktion. Das Ergebnis ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, die wachsenden Kundenanforderungen nach mehr Leistung, intelligenteren Funktionen, höherer Qualität und personalisierten Erfahrungen zu erfüllen.
Erfahren Sie mehr über den digitalen Zwilling in unserem kostenlosen Whitepaper "Transformation zum digitalen Unternehmen".
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