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Change-Management als Erfolgsfaktor für die Digitalisierung
David Roquetti Schneider
:
26.3.2025

Die digitale Transformation ist in aller Munde, doch viele Digitalisierungsprojekte scheitern oder geraten ins Stocken. Während moderne Technologien oft als Lösung für Effizienzsteigerung betrachtet werden, zeigt die Praxis, dass die eigentliche Herausforderung nicht nur in der Technik liegt, sondern im Umgang mit Veränderungen. Change-Management ist daher ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen, die Digitalisierung nachhaltig umsetzen möchten. In diesem Beitrag beleuchten wir die häufigsten Stolpersteine, Erfolgsfaktoren und bewährte Strategien für ein wirksames Change-Management.
Warum scheitern Digitalisierungsprojekte?
Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Technologie ist selten das Problem – moderne Software kann Prozesse optimieren und IT-Systeme sind leistungsfähig. Dennoch scheitern viele Digitalisierungsprojekte oder geraten ins Stocken. Die Ursache liegt oft nicht in der Technik, sondern im fehlenden Change-Management.
Eine Forschungsarbeit, die wir gemeinsam mit der Hochschule Offenburg durchgeführt haben, zeigt, dass Widerstände gegen Digitalisierung nicht durch Unwissenheit entstehen, sondern durch Unsicherheit. Viele Unternehmen behandeln Change-Management erst dann, wenn Probleme auftreten – dabei ist es ein essenzieller Erfolgsfaktor für nachhaltige digitale Transformationen.
Die drei größten Stolpersteine in Digitalisierungsprojekten
1. Fehlende Kommunikation & unklare Zielsetzung
"Wir haben die beste Software, warum nutzt sie niemand?"
Diese Frage stellen sich viele Unternehmen, die in neue Technologien investieren, aber dafür keine Akzeptanz schaffen. Mitarbeitende müssen die Vision hinter der Digitalisierung verstehen und ihren individuellen Beitrag dazu erkennen. Transparente Kommunikation und eine klare Digitalstrategie steigern die Akzeptanz erheblich.
2. Keine frühzeitige Einbindung der betroffenen Teams
Häufig werden Digitalisierungsprojekte von der Unternehmensführung oder der IT-Abteilung beschlossen und anschließend ausgerollt. Doch wenn die Mitarbeitenden, die später mit den neuen Prozessen arbeiten sollen, nicht frühzeitig einbezogen werden, fühlen sie sich übergangen und reagieren mit Widerstand. Erfolgreiche Unternehmen setzen deshalb auf frühe Partizipation.
3. Digitalisierung wird "nebenbei" gemacht
Digitalisierung bedeutet nicht nur technologische, sondern auch organisatorische Veränderung. Wer neue Systeme einführt, aber keine Prioritäten setzt oder Ressourcen bereitstellt, riskiert, dass die Projekte an Momentum verlieren. Unternehmen, die Digitalisierung als strategische Initiative betrachten, erzielen nachhaltigen Erfolg.
Digitalisierung ist ein strategisches Führungsprojekt
Häufig wird die Verantwortung für Digitalisierung der IT-Abteilung übertragen. Doch Technologie allein bringt keinen Wandel – es braucht eine strategische Steuerung durch die Unternehmensführung.
Drei zentrale Erfolgsfaktoren:
1. Digitalisierung als strategische Entscheidung behandeln
- Erfolgreiche Unternehmen sehen Digitalisierung nicht als technisches Upgrade, sondern als integralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie.
- Wer die Verantwortung ausschließlich an die IT-Abteilung delegiert, riskiert isolierte Projekte ohne nachhaltige Wirkung.
2. Führungskräfte müssen aktiv steuern
- Digitalisierung bedeutet Wandel und Wandel muss von der Führungsebene getrieben werden.
- Erfolgreiche Transformationen erfordern eine klare Priorisierung und Ressourcenzuweisung.
3. IT als Enabler begreifen, aber Fachbereiche einbinden
- IT Systeme sind Werkzeuge, aber der eigentlich Wandel geschieht im Zusammenspiel aus Systemen, Prozessen und Menschen.
- Unternehmen mit erfolgreichen Digitalprojekten setzen auf interdisziplinäre Teams und klare Verantwortlichkeiten.
Erfolgreiches Change-Management: Widerstände reduzieren
Widerstand gegen Veränderung ist normal aber steuerbar. Unternehmen, die Change-Management strategisch angehen, haben signifikant höhere Erfolgsquoten. Drei Schlüsselstrategien helfen dabei:
1. Frühzeitige Einbindung aller Beteiligten
- Wer nicht versteht, was passiert, lehnt Veränderungen oft ab. Transparente Kommunikation und frühe Einbindung der Mitarbeitenden schaffen Akzeptanz.
2. Strukturierte Change-Strategie statt Ad-hoc-Maßnahmen
- Change-Prozesse brauchen eine klare Struktur, zum Beispiel durch bewährte Methoden wie Kotter’s 8-Stufen-Modell.
3. Führung als aktiver Treiber der Veränderung
- Change-Management ist keine Aufgabe für HR oder IT – es ist eine Führungsaufgabe.
- Unternehmen, die ihre Führungsteams gezielt auf Change vorbereiten, haben nachhaltigere Transformationserfolge.
Fazit: Change-Management als integraler Bestandteil der Digitalisierung
Unternehmen, die Change-Management erst einsetzen, wenn Widerstände auftreten, sind zu spät dran. Digitalisierung ist mehr als Technologie, sie bedeutet tiefgreifende Veränderung. Erfolgreiche Unternehmen haben erkannt, dass Change-Management von Anfang an Teil der Digitalstrategie sein muss.
Best Practices
- Digitalisierung betrifft die gesamte Organisation, nicht nur die IT.
- Widerstände müssen frühzeitig erkannt und aktiv gesteuert werden.
- Führungskräfte müssen den Wandel vorleben und treiben
Bei BCT Technology AG setzen wir genau hier an. Wir begleiten Unternehmen strategisch durch digitale Transformationen, mit einem klaren Fokus auf Change-Management. Unser Ansatz integriert Technologie, Prozesse und Kultur, um nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen.
Welche Change-Strategien haben sich in Ihrem Unternehmen bewährt?
Lassen Sie uns Ihre Erfahrungen wissen, wir freuen uns auf den Austausch!

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